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Lynch Bages 1979 75cl

5eme Grand Cru Classé | Pauillac | Bordeaux | Frankreich
CHF 145.95
Rezensionen & Bewertungen
16 Rene Gabriel
Seit gut zehn Jahren ist dieser sehr gut gelungene 79er wunderschön zu trinken. Man merkt ihm auch deutlich eine weichere und modernere Vinifikation an. 01: Am grossen Lynch-Bages-Abend öffneten wir eine ganze Kiste. Die Hälfte der Flaschen war faulig, korkig oder oxydativ. Doch es hatte auch ein paar füllig schokoladige Flaschen dabei, die durchaus noch sehr gut zu geniessen wären. War das eine Lotteriekiste aus einem schlechten Keller? Ich wollte ganz sicher sein und öffnete zu Hause am anderen Tag meine letzte Magnum. Und siehe da – Renaissance: Reifende Farbe. Offenes, fettes fast Pomerol-artiges Schokoladen-, und Pflaumenbouquet. Füllige, schmeichelnde Textur, recht dickes Finale. Kein typischer Pauillac, eher ein nach Cabernet schmeckender Pomerol. Diese Flasche wäre sicherlich ein glatter 17/20 Punkte-Wein gewesen. Da man aber von den Normalflaschen ausgehen muss, dürften sich die aktuellen Wertungen auf absteigendem Ast befinden. (16/20 vorbei). 04: Eine sehr reife, aber noch wunderschön zu trinkende Impérialeflasche in Spiez auf 60 Personen verteilt. Die Aroamtik wurde von fülligen Schokotönen beherrscht. Ein rundes, weiches Vergrnügen mit letzter Schönheit. 06: Machte als rotbeeriger, mit etwas Humusfäden durchzogener Wein noch ziemlich Freude, auch wenn ihn nur noch die säure erhält. 08: Jéroboam: Noch recht dunkel. Würziges Bouquet, Tabaknoten, viel Rauch, Korinthen. Feinsandiger Körper, viel Cabernetaromatik wieder eine leicht ledrige Note, völlig reif aber noch sehr gut zu trinken. Hier handelt es sicherlich um einen Grossflaschenbonuns gegenüber den Normalflaschen. (17/20). 13: Noch sehr jugendliche Farbe, also erstaunlich jung immer noch Granatschimmer in der Mitte. Malziges Bouquet viel Schokolade, noch gewisse Brombeeren, respektive Black-Currant-Spuren. Im Gaumen saftig, weich (laktisch) mit einem tollen Restfruchtdruck, im Finale ein Hauch Cornichons von leicht unterreifem Cabernet, Brazil-Tabak. Eine echte Überraschung. Der Merlot wird da drin wohl das kleine Geheimnis sein. (17/20). 14: ostrote, deutlich aufhellende Farbe. Sehr reifes, dezent laktisches Bouquet, Kochschokolade, Mocca-Joghurt (hat so eine spanische Affinität). Im Gaumen charmant, samtene Textur, immer noch sehr gut erhalten, im Finale erdige, dafür süssliche Noten. Für dieses Alter von den Jahrgangsvorlagen her noch relativ überraschend. vorbei
Hersteller
Château Lynch Bages
Außerhalb Pauillacs, auf dem Plateau de Bages, einer der schönsten Kies-Anhöhen der Appellation, liegt mit Blick auf die Mündung der Gironde das Château Lynch-Bages. Einst war es im Besitz der irischstämmigen Familie Lynch, bis es 1934 von Jean-Charles-Cazes erworben wurde. Seit den 80er Jahren wurde es von Jean-Michel Cazes einer grundlegenden Modernisierung unterzogen, wobei Wert darauf gelegt wurden, den alten Gärkeller aus dem 19. Jahrhundert zu erhalten. Dieser ist ein seltenes Beispiel für traditionelle Weinbereitungsgegenstände, wie sie vor vielen Jahren im Médoc verwendet wurden. Jean-Michel übergab die Leitung des Besitzes 2006 an Sohn Jean-Charles und widmete sich dem Projekt, dem benachbarten Village de Bages neues Leben einzuhauchen. Die Weine von Lynch-Bages spiegeln die Familientradition von Großzügigkeit und Vorzüglichkeit wider. Lynch-Bages kombiniert Struktur mit Finesse und Eleganz, mit großzügigen Aroman beim jungen Wein und der Ausbidlung tieferer Komplexität mit zunehmendem Flaschenalter. Der Zweitwein Echo de Lynch-Bages ist rund, weich und in seiner Jugend verführerisch, mit herausragendem Potential für die Flaschenlagerung. Das Anwesen produziert auch einen feinen weißen Bordeaux, Blanc de Lynch-Bages, ein lebhafter und schnittiger Wein mit frischer Frucht und weißen Blütenaromen, verwoben mit delikaten Holz- und Vanilletönen.